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    Lego von A - Z

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    Lego von A - Z

    Beitrag  Admin am Sa 22 Jan - 0:58

    Die Lego A/S (auch The LEGO Group, offizielle Schreibweise LEGO) ist ein dänisches Unternehmen, das durch die mittlerweile als Spielzeugklassiker geltenden Legosteine bekannt wurde. Dabei handelt es sich um ein Baukastensystem, bei dem bunte Kunststoff-Klötzchen, Zahnräder, Figuren und andere Kleinteile zusammengesteckt werden, um damit Modelle von fast allen erdenklichen Dingen zu bauen. Das Wort Lego leitet sich vom dänischen „Leg Godt“ = „Spiel Gut“ ab.

    Geschichte

    Das Unternehmen wurde 1932 vom dänischen Tischlermeister Ole Kirk Christiansen zunächst zur Herstellung von Holzspielzeug gegründet. 1934 erfand er den Namen „Lego“ als Abkürzung für „leg godt“, dänisch für „spiel gut“. Vermutungen, der Name sei vom lateinischen lego (ich lese, ich sammle) hergeleitet, werden vom Hersteller bestritten.
    1949 wurden Legosteine eingeführt, die den heutigen Steinen bereits ähnelten. Es handelte sich um farbige Kunststoffquader aus Celluloseacetat, deren Oberseiten, wie bei den heutigen Steinen, mit Noppen besetzt waren. Die Unterseite war jedoch völlig hohl, was dazu führte, dass mit diesen Steinen gebaute Modelle nicht besonders stabil waren. Dieses Problem wurde beseitigt, indem in die Unterseite der Steine hohle Röhren integriert wurden. Dieses Kupplungsprinzip wurde am 28. Januar 1958 zum Patent angemeldet, das 1988 auslief.
    Von 1956 bis Ende der 1960er Jahre produzierte Lego in einem Werk in Deutschland, Hohenwestedt Modellfahrzeuge.Die Modelle wurden realen Vorbildern im Maßstab 1:87 (H0) nachempfunden. Die Serien umfasste 16 PKW Modelle, verschiedene Lastwagen, Zweiräder und Zubehör wie Verkehrszeichen. Dazu passende Gebäude könnten aus den bereits vertriebenen Bausteinen gebaut werden und brauchten nur durch weitere Elemente wie Garagentor mit spezieller Grundplatte ergänzt werden.
    Ab 1996 war der Legostein vom Deutschen Patent- und Markenamt als Marke eingetragen. Dagegen gingen mehrere Wettbewerber vor. Am 16. Juli 2009 bestätigte der Bundesgerichtshof in letzter Instanz die vom Bundespatentgericht ausgesprochene Löschung der Marke. Im Interesse der Allgemeinheit müssten Formen vom Markenschutz freigehalten werden, deren wesentliche Merkmale eine technische Funktion erfüllten. Die Noppen auf der Oberseite des Spielsteins seien Teil des für Lego typischen Klemmsystems und hätten damit ausschließlich eine technische Funktion, urteilte der Bundesgerichtshof. Entsprechend urteilte am 14. September 2010 auch der Europäische Gerichtshof.
    Die Methode des Einzapfens wurde von den bereits im 19. Jahrhundert bekannten, aus Steinmehl gepressten Ankerbausteinen (siehe Anker-Steinbaukasten) übernommen und von Lego auf ein 8-mm-System auf Plastikbasis übertragen. Diese Bauweise setzte sich durch und wird noch immer verwendet.
    Neben den Standard-Legosteinen machte die Familie Christiansen verschiedene Experimente bzw. entwickelte Alternativen zu Lego. Ab 1967 wurde Modulex für Architektenbüros produziert: Die Steine hatten die Ur-Form mit der hohlen Unterseite, besaßen 5/8 der Größe der originalen Legosteine und waren somit nicht kompatibel. Neben maßstabsgetreuen Modellen wurden aus diesen Steinen Hinweis- und Infotafeln hergestellt, beispielsweise für Krankenhäuser. Mitte der 1950er-Jahre wurde von Ole Kirk Christiansens Sohn Gerhardt Kirk das Unternehmen BILOfix gegründet, das neben Holzspielzeug auch eine Art Werkzeug-Baukastensystem herstellte.
    Die Produktpalette von Lego wurde ständig erweitert, etwa um Platten und Schrägdach-Teile, später um Räder, transparente Steine und Figuren. Heute gibt es Tausende verschiedener Bauteile. Nach wie vor können aber alle auf irgendeine Weise miteinander kombiniert werden.
    Im Jahr 2003 machte das Unternehmen erhebliche Verluste (ca. 180 bis 190 Millionen Euro). Zurückgeführt wird das auf fatale Fehler im Management, das die klassischen Kinderthemen aufgab, beispielsweise den eingeführten Markennamen Duplo und das klassische Thema Legoland (Stadt). Der Verkauf von Star-Wars- und Harry-Potter-Produkten, die als Modethemen ins Programm genommen wurden und zuerst erfolgreich waren, stagnierte. Als „Rettung“ von Lego erwies sich die von vielen Lego-Fans als nicht Lego-typisch angesehene Bionicle-Serie. Ein Produkt dieser Serie kam unter die zehn meistverkauften Weihnachtsgeschenke in den USA.
    Als Reaktion auf die Verluste wurde eine Rückkehr zu bewährten Themen versucht. Erste Erfolge zeigten sich bereits im ersten Quartal 2005, als die Verluste auf 13,2 Millionen Euro reduziert werden konnten. 2006 wurden die Produktionsstätten in der Schweiz (im Luzernischen Willisau) sowie die Distributionszentren in Billund, Hohenwestedt, Flensburg, Dunkerque und Lyon geschlossen und nach Tschechien verlegt. Die deutsche Hauptverwaltung zog von Hohenwestedt nach München um.
    Unternehmensführung [Bearbeiten]

    Seit 2004 ist Jørgen Vig Knudstorp der Geschäftsführer der LEGO A/S. Der Hauptaktionär der Firma LEGO ist Kjeld Kirk Kristiansen, der Enkel des Firmengründers. Knudstorp studierte in Arhus Wirtschafts- und Ostasienwissenschaften. In Großbritannien erwirbt er den MBA und promoviert an der University of Aarhus.[6] Nach einer Tätigkeit bei der Unternehmensberatung McKinsey, auch für Lego, wird er 2003 Legos Finanzchef.
    Design und Herstellung, Material und Verträglichkeit [Bearbeiten]

    Seit ihrer Einführung 1949 waren Legosteine in allen Varianten in erster Linie Teil eines Systems. Heutige Legosteine passen trotz aller Änderungen in Form und Design noch immer mit den Steinen aus dem Jahr 1963 zusammen, sofern sich das bis in die 1960er Jahre verwendete Material Celluloseacetat nicht durch Alterung zu sehr verformt hat. Seit 1963 werden Legosteine aus dem Kunststoff Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) hergestellt. Transparente Bauelemente bestehen aus Makrolon, einem Polycarbonat.
    Die Steine, Achsen, Figuren und alle anderen Elemente im Lego-System werden mit einer Toleranz von nur zwei Mikrometern gefertigt. Bei den Farben gab es 2004 erstmals einige Änderungen (u. a. Wechsel von „altgrau“ auf „neugrau“).
    Produkte und Produktserien [Bearbeiten]


    System

    Als System wird der Legostein bezeichnet. Ein Legostein mit 1×1-Noppe ist circa 8×8×10 mm³ groß. Davon leiten sich die Größen fast aller anderen Legoelemente ab. Selbst Lego-Technik-Verbinder sind mit diesem Grundstein kombinierbar, indem man sie in die Röhren auf der Unterseite steckt.Es gibt auch Lego Uhren die mit den Grundsteinen kombinierbar sind.

    Figuren


    Lego-Männchen (Minifigs) im Berufsverkehr
    1974 wurden erstmals Teile verkauft, mit denen menschliche Figuren gebaut werden konnten. Es handelte sich um drehbare Kopf- und Armteile; die Unterkörper wurden mit herkömmlichen Steinen gebaut. Noch im gleichen Jahr wurden kleinere Figuren herausgegeben, die den heutigen Figuren ähneln, jedoch war nur der Kopf drehbar, nicht aber Arme und Beine. Die Köpfe waren ohne Gesicht. 1978 wurden dann die noch heute üblichen Miniatur-Figuren vorgestellt, die sogenannten Minifigs. Sie sind ca. 42 mm hoch (Maßstab ca. 1:40) und können in Kopf, Ober- und Unterkörper zerlegt werden. Beide Beine sind getrennt voneinander an einem Gelenkscharnier mit der Hüfte verbunden. Die Arme sind ebenso wie die Hände und der Kopf drehbar.
    1979 wurde außerdem die Serie Fabuland ins Leben gerufen, die für jüngere Kinder gedacht war. „Fabuland“ bestand aus größeren Bauteilen; bei den Figuren handelte es sich um Tiere, um die in den Bauanleitungen wie auch in einzeln verkauften Büchern und Hörspielkassetten Geschichten erzählt wurden. 1989 wurde die Serie aus dem Programm genommen.
    2002 wurde die Actionfiguren-Serie Galidor ins Leben gerufen, die mit Legosteinen allerdings nur Lego-Technic-Verbindungen als Gelenke gemeinsam hatte.
    Seit 2004 gibt es als Ergänzung zur damals Knight’s Kingdom genannten Ritter-Themenserie ca. 20 cm hohe Ritterfiguren mit neuartigen Gelenken.

    Themenserien

    Die LEGO-System-Reihe besteht aus zahlreichen Themenserien, die in unterschiedlichen Zeiträumen produziert wurden.
    Stadt/City/World City: Lego City, wie das Stadt-Thema derzeit heißt, ist das langlebigste und erfolgreichste Thema der LEGO-Group.
    Burg/Knight’s Kingdom/Castle/Kingdoms: Das Burg-Thema wurde 1978 eingeführt und wird seit 2004 unter dem Namen Knight’s Kingdom vermarktet. Seit 2007 wird Lego Castle hergestellt. Im Jahre 2010 wurde der Name erneut verändert und die Serie unter dem Begriff "Kingdoms" geführt.
    Piraten: Piraten-Sets wurden von 1989 bis 2002 produziert. Seit 2009 gibt es eine neue Piraten-Serie mit dem Namen Pirates.
    Western: Western wurde nur 1996 und 1997 produziert, dann aber mangels Erfolg wieder eingestellt. 2002 gab es eine kurze Neuauflage.
    Wikinger: Das Wikinger-Thema wurde von 2005 bis 2006 vermarktet.
    Exo-Force: Exo-Force ist eine Produktreihe von Lego mit japanischem Animationsfilm-Charakter, die auf Mech-Roboter (Kampfmaschinen) spezialisiert ist. Wie auch in anderen Science-Fiction-Lego-Themen geht es dabei um den Konflikt zwischen Menschen und Robotern. Die Serie war 2006 ein großer Erfolg und nach Lego City und Lego Star Wars die meistverkaufte Reihe. 2007 kam aber ein Einbruch, weil nur die kleinen, billigeren Modelle verkauft werden konnten und die teureren Sets in den Läden blieben. 2008 wurden die letzten Exo-Force-Modelle produziert, da die Reihe als Fehlschlag angesehen wurde.


    Dampflok aus der Serie My Own Train
    Eisenbahn: Einer der größten Erfolge von Lego, vor allem in Deutschland, war die 1966 gestartete Modelleisenbahnserie. Die Lokomotiven verfügten zunächst über 4,5-Volt-, ab 1969 auch über 12-Volt- und seit 1991 über 9-Volt-Motoren.
    Während die Lokomotiven im 4,5-Volt-System einen Batteriewagen mitführen mussten, der durch Signale mechanisch an- und ausgeschaltet werden konnte, nahmen die Züge im 12-Volt-System die Spannung über zusätzliche Stromschienen auf, die in der Mitte zwischen den Fahrschienen angebracht wurden. Die Anlage wurde von einem Netztrafo versorgt.
    Die Gleise des 1991 eingeführten 9-Volt-Systems, das auch andere Elemente wie Sirenen und Blinklichter enthält, benötigen keine zusätzliche Mittelstromschiene, da die Stromleiter nunmehr als Metalloberfläche auf den Fahrschienen ausgeführt sind. Außerdem sind die Schwellen fest mit den Schienen verbunden. Die Montage der Gleise gestaltet sich damit wesentlich einfacher, allerdings sind sie zum 12-Volt-System nicht mehr voll kompatibel. Auf die Fernsteuerung von Weichen, Signalen und anderen Teilen wurde bei diesem System verzichtet.
    Von Sommer 2006 bis 2009 gab es ein Eisenbahnsystem, bei dem die Stromversorgung über Batterien im Zug erfolgte. Die Geschwindigkeit wurde über einen Infrarotsender ferngesteuert. Im Sommer 2009 wurde ein neues System veröffentlicht, bei dem der Zug durch das in anderen LEGO-Themen schon seit 2007 verwendete und fernsteuerbare Power Functions-Motorsystem angetrieben wird. Dazu brachte LEGO neue Schienen auf den Markt, die aus kleinen Abschnitten bestehen. Jeder Abschnitt besteht aus zwei Teilen, die sich zueinander in einem Winkel von einigen Grad verdrehen lassen. Viele dieser Abschnitte ergeben zusammen eine flexible Schiene, mit der sowohl Geraden als auch Kurven gebaut werden können.
    In letzter Zeit sind verstärkt Modelle mit größerer Vorbildtreue erhältlich, so zum Beispiel Nachbildungen des Super Chief der Atchison, Topeka and Santa Fe Railroad und des Hogwarts-Express aus den Harry-Potter-Filmen. Dampfloks, Eisenbahnwaggons und Zubehör wurden in der Produktreihe My Own Train zusammengefasst. Zum ersten Mal konnte dort ein Legoset in verschiedenen Farben und Ausführungen bestellt werden.


    Lego-Raumschiff des UFO-Themas, 1997
    Weltraum
    Das Weltraum-Thema wurde 1979 aufgrund des Erfolgs von Star Wars aufgelegt und seitdem mit diversen wechselnden Unterthemen wie Space Police, Ice Planet, M:Tron, Mars Mission etc. bis heute fortgeführt.
    Belville: 1994 wurde versucht, jenen Mädchen Lego näherzubringen, die sich nicht für das herkömmliche Bauklötzchen-System interessierten. Die Farbgebung der Steine war im Gegensatz zu den anderen Lego-Themen vorwiegend pink und beige.
    Lizenzthemen: Zum Start des Kinofilms Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung ging Lego eine Kooperation mit Lucasfilm ein. Dadurch konnte der Hersteller lizenzierte Bausätze für Raumschiffe und ähnliches aus dem Star-Wars-Universum verkaufen. Ihnen lagen Minifig-Entsprechungen der Charaktere aus den Star-Wars-Filmen bei. Die Star-Wars-Serie beinhaltete außerdem Legosets mit sehr vielen Teilen, die sogenannten Ultimate Collector Sets (UCS). Eine ähnliche Kooperation schloss Lego für Harry-Potter-, Batman-, Spider-Man- und Indiana-Jones-Produkte.
    Saisonprodukte/Sonderprodukte
    Seit einigen Jahren erscheint zu Weihnachten der Lego-Adventskalender. 2007 gab es auch für Mädchen den Belville-Kalender. Außerdem wurden ein Weihnachtsmann, ein Engel und ein Tannenbaum angeboten. 2008 war auch Lego-Geschenkpapier mit einem speziellen Aufdruck erhältlich. Weiterhin wurde zu Halloween ein Kürbis angeboten.
    Das Sortiment wurde außerdem um viele andere Produkte ergänzt, wie Magnetsets in Form von Legofiguren, Brotbüchsen, Stiften und vielem anderen mehr.


    Duplo


    Giraffe aus Duplo- und Legosteinen auf dem Potsdamer Platz
    Duplo-Steine sind im Maßstab 2:1 vergrößerte Legosteine, was auch den Namen erklärt (lat. duplo = doppelt). Die herkömmlichen Legosteine sind für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet, da Kleinteile verschluckt werden können. Daher wurde 1969 das Duplo-System eingeführt, das laut Verpackung für Kinder von 1½ bis 5 Jahren geeignet ist. Beide Systeme sind kombinierbar, da die Noppen der Duplo-Steine derart ausgehöhlt sind, dass genau eine Röhre eines Legosteines hineinpasst. 2002 wurde Duplo in Lego Explore umbenannt, seit 2004 wird es jedoch wieder als Duplo beworben. Mit den Duplo-Steinen lassen sich wie mit den Standardsteinen übergroße Figuren bauen.

    Lego Explore

    Als Lego Explore kamen verschiedene neue Produkte auf den Markt, wie zum Beispiel die Musikserie LEGO Explore Musik Orchester (3364), Musik Twister (3361), Musik Tapper (3362) und Musik Roller (3363). Dazu gab es eine ganze Reihe an Erweiterungen mit neuen Melodien (3371) und Musikinstrumenten/Geräuschen (3370). Verfügbare Instrumente/Geräusche sind Klavier (1), Kontrabass (3), Schlagzeug (6), TomTom (Cool, Flöte (9), Xylophon (11), Glocke (12), Hund (15), Ente (18), Orgel (23), Geige (27) und Eule (30). Dazu kommen noch Banjo, Akkordeon, Sprugfeder, Schwein, Kuh, Schaf aus dem Set 3370. Es gibt noch Rassel, Tuba, Trommel, Horn, Auto und Gitarre.

    Lego Technic


    Traktor (1981) aus Lego-Technic-Bausteinen
    Mit Lego Technic schaffte es Lego, ältere Kinder an die Lego-Welt zu binden. Die 1977 in Deutschland mit dem Slogan „Technik wie in Wirklichkeit.“ eingeführte Serie erweiterte die Legosteine um Zahn- und Kegelräder, Lochbalken, spezielle Elektromotoren und später um Pneumatik- und Lichtelemente. Dadurch wurde es beispielsweise möglich, technisch raffinierte, ferngesteuerte Autos mit funktionierender Lenkung zu bauen. Hauptmerkmal der Technic-Elemente sind die darin enthaltenen Löcher für Achsen und Verbindungselemente. Da die Lego-Technic-Fahrzeuge aufgrund der technischen Details deutlich größer gebaut werden als die üblichen Lego-Fahrzeuge, wurden spezielle Figuren eingeführt, die deutlich größer waren als die Standardfiguren und mehr Gelenke hatten.

    Lego Bionicle


    Lego Bionicle ist eine Produktlinie für die Zielgruppe der 7- bis 16-Jährigen, die 2000 auf den Markt gebracht wurde, damals noch als Produkt von Lego Technik. Ab 2001 gab es Bionicles dann als eigenstängige Serie von Lego. Sie erlangte aber auch bei Älteren große Beliebtheit, es gibt viele Fan-Webseiten zu dieser Produktlinie. Seit 2003 sind vier Animationsfilme mit den Bionicle-Figuren auf DVD erschienen. Daneben gibt es mehrere Videospiele für verschiedene Plattformen, Brett- und Sammelkartenspiele. 2005 begann der Verkauf von Themensets aus herkömmlichen Legosteinen und Steinen bzw. Masken der Serie. Manchmal waren Sonderanfertigungen nötig. Bionicle ist eine der langlebigsten und bieliebtesten Lego-Serien der Neuzeit.
    Die Bionicle-Figuren basieren auf klassischen Elementen der polynesischen Mythologie und haben meistens Elemente, die mit Lego-Technic-Elementen verbunden werden können. Neben den Standardfiguren von Lego Technic sind sie die wohl beweglichsten jemals produzierten Lego-Figuren.
    Zu dieser Themenserie gibt es eine große Zahl an Heldengeschichten, die im Internet, in Büchern, Comics und Filmen erzählt werden.
    Insgesamt sind in den gut 10 Jahren ca. 200 verschiedene Bionicle-Sets erschienen. Die Storys zu den Figuren kann man in 7 Große Geschichten aufteilen.
    Am 24. November 2009 wurde bekannt, dass die Anfang 2010 erschienenen Sets die letzten Bionicle-Sets waren. Seit Sommer 2010 gibt es die Nachfolgeserie (Hero Factory) die aber keine Verbindung zu Bionicle hat. Die Geschichte, die hinter den Bionicle-Figuren steckt, soll aber weiterhin fortgesetzt und im Internet veröffentlicht werden.

    Lego Magnetic

    Bei Lego Magnetic handelt es sich um eine nicht sehr weit verbreitete Form von magnetischen Legosteinen. Diese sind, wie andere Merchandisingartikel, so wenig bekannt, weil es sie ausschließlich in den Lego-eigenen Geschäften (LEGO Brand Stores, deutsche Filialen zurzeit in Hamburg, Oberhausen, Köln, München, Frankfurt, Berlin, Wiesbaden und Nürnberg) und im Legoland gibt. Von Lego Magnetic gibt es Steine mit 4, 6 und 8 Noppen sowie Figuren, die ohne Andrücken auf einem magnetischen Stein halten. Die Figuren kann man nicht zwischen dem Torso und der Hüfte auseinandernehmen, da die Teile dort verklebt sind. Lego Magnetic wurde in den USA verboten, weil es jemandem gelungen war, die Magnete aus den Steinen zu nehmen. Zurzeit wird an einer neuen Version gearbeitet, bei der das nicht mehr möglich sein soll. In Europa wurde Lego Magnetic auch aus dem Angebot des Onlineshops genommen und ist nur noch in geringer Stückzahl in den Lego-eigenen Geschäften und im Legoland erhältlich.

    Quatro

    Die Quatro-Steine sind doppelt so groß wie die Duplo-Elemente und damit viermal mal so groß wie „normale“ Legosteine (alle Verhältnisse bezogen auf die waagrechten Kantenlängen). Sie sind mit Duplosteinen kombinierbar und laut Verpackung für Kinder von 1 bis 3 Jahren geeignet. Die Steine besitzen stärker abgerundete Ecken als die Duplo-Steine und bestehen aus einem etwas weicheren Material. Sie wurden 2004 eingeführt und die Produktion bereits 2006 wieder eingestellt.

    Primo

    Die Primo-Teile – auch Baby oder Duplo Baby genannt – sind dreimal so groß wie Duplo-Elemente und damit sechsmal so groß wie Lego-System-Steine. Primo-Bausteine wirken durch stark abgerundete Kanten und oben halbkugelige Noppen weicher und sind damit babygerecht. Die zylindrische Hülse steht nur bei Primo unten um 5 mm vor, was die Steckverbindung auf eine Primo-Noppe oder 4 Duplo-Noppen drehbar macht. Nachbar-Noppen stören dabei nicht. Lego Primo ist seit 1997 im Verkauf.

    Modulex

    Die von der Lego-Tochter Modulex ab 1963 in breiter Farbpalette hergestellten Steine dienten zum Bau von Architekturmodellen und Hinweistafeln. Mit ihrem 5 mm-Raster sind sie etwa um ein Drittel kleiner als die Lego-Systemsteine (8 mm) und damit nicht kompatibel. Teilweise tragen sie ein „M“ auf den Noppen.

    Filme

    In den 1980ern wurden erstmals Legosteine und -figuren verwendet, um kurze Animationsfilme zu erstellen (auch Brickfilm genannt). Die Szene um diese Hobbyfilmer wuchs derart schnell, dass Lego das Steven Spielberg Movie Maker Set herausgab, das neben einigen speziellen Legosteinen eine digitale (Logitech) Webkamera enthält, die über eine USB-Schnittstelle an einen PC angeschlossen werden kann.
    Das durch die Berichterstattung in den Medien im Rahmen der Fußball-WM 2006 wohl bekannteste Beispiel für einen Lego-Animationsfilm stellt die Verfilmung des legendären Finalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 (Wunder von Bern) dar. Die zehnminütige Verfilmung („Die Helden von Bern“) bedient sich dabei des Originalkommentars von Herbert Zimmermann.


    Nachahmer und Konkurrenten

    Verschiedene Hersteller imitierten das erfolgreiche Spielzeugkonzept von Lego. In der DDR wurden beispielsweise PEBE- und Formo-Steine produziert. Die Firma Montini aus den Niederlanden entwickelte parallel zu Lego ein eigenes Stecksystem. 1966 kam Rasti auf den Markt. Die Bausteine waren etwas größer als die Legosteine und gaben durch Einrasten einen etwas besseren Zusammenhalt. In den 1980er Jahren wurde die Produktion nach Argentinien verkauft.
    Das Patent auf Legosteine lief 1988 aus.
    Derzeit gibt es weitere Alternativanbieter, deren Bausteine zu Lego kompatibel sind, beispielsweise Mega Bloks Inc., Best-Lock Construction Toys, Enlighten Brick oder COBI. In Deutschland wurde am 2. Dezember 2004 vom Bundesgerichtshof der Weg für kompatible Lego-Produkte frei gemacht.[10] Der Europäische Gerichtshof bestätigte im September 2010, dass Lego-Steine keine geschützte Marke darstellen, sondern eine technische Lösung, deren Patente in den 1970er Jahren ausgelaufen seien.
    Seit 2006 finden sich Sets von Mega Bloks auch in den deutschen Spielwarenläden, anders als in anderen Ländern ist die Preisgestaltung jedoch (noch) ähnlich der von Lego. Mit Hubelino ist seit Mai 2008 ein weiterer Alternativanbieter am Markt, der sich allerdings derzeit auf das Duplo-Format beschränkt. Die Hubelino-Steine zeichnen sich durch die Verwendung eines ebenfalls sehr hochwertigen Kunststoffes und eine hohe Fertigungspräzision aus.
    Seit etwa September 2008 sind Ministeck-Bausteine auf dem Markt, die mit den Legosteinen kompatibel sind. Die Bausätze werden in China gefertigt. Die Qualität des Produktes (Passgenauigkeit, Oberfläche) weicht zum Teil deutlich vom Original ab; auch sind zum Beispiel die Fahrzeugreifen statt aus Gummi nur aus Hartplastik und statt bedruckter Bausteine liegen Aufkleber (in mehreren Sprachen) bei.


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